Mit Rat und Tat an Ihrer Seite
Mit Rat und Tat an Ihrer Seite

Gesundheitsinfos

02.10.2026

Vorsicht in der Schwangerschaft

von Dr. med. Tobias Höflein

Keine Trinkmenge ist ungefährlich
Keine Trinkmenge ist ungefährlich
Bildquelle: mauritius images / Westend61 / Susan Brooks-Dammann

Jedes Jahr kommen tausende Kinder mit alkoholbedingten Schäden zur Welt. Dabei ist das vermeidbar. Was müssen Frauen wissen?

Geistige und körperliche Schäden

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann beim ungeborenen Kind lebenslange Folgen haben. So kann Alkohol körperliche Veränderungen wie Herzfehler oder Wachstumsstörungen auslösen. Auch geistige Beeinträchtigungen wie Lernschwierigkeiten oder Konzentrationsstörungen sind häufig, dazu kommen Störungen des Sozialverhaltens. Schwere Formen der alkoholbedingten Störung werden unter dem Begriff „Fetales Alkoholsyndrom“ zusammengefasst. 

Völliger Verzicht

Wichtig zu wissen: Es gibt keine wissenschaftlich gesicherten Grenzwerte für ungefährlichen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Auch kleine Mengen Alkohol können potenziell schädlich für das Ungeborene sein. Das gilt für jede Phase der Schwangerschaft. Deshalb weist der Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte darauf hin: Schwangere Frauen sollten grundsätzlich keinen Alkohol trinken. 

Etikett beachten

Vorsicht ist geboten bei Getränken, die als „alkoholfrei“ verkauft werden. Denn nicht immer bedeutet „alkoholfrei“ auch „ohne Alkohol“. Das gilt insbesondere für „alkoholfreies“ Bier, Wein oder Sekt. Denn Getränke mit dem Etikett „alkoholfrei“ dürfen bis zu 0,5 % Alkohol enthalten. Schwangere sollten deshalb das Etikett genau prüfen. Nur wenn dort eine Angabe von 0,0 % Alkohol steht, ist das Getränk wirklich alkoholfrei. Im Restaurant hilft nur nachfragen – bei Unsicherheit greifen Schwangere aber lieber zu anderen Getränken wie Wasser oder Saft. 

Quelle: Frauenärzte im Netz



Artikel 9 von 10     

Besuchen Sie uns auch
auf Facebook
© 2026 Schiller Apotheke Göppingen & Stadt-Apotheke Ebersbach